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Unsichtbare Tiere im Wald

In unseren Wäldern leben oberirdisch viele Tiere, aber in deren Böden tummeln sich für uns großteils unsichtbare, die man nur bei genauem Betrachten sehen kann. Es gibt ganze Horden davon und sie sind sehr wichtig für den Waldboden, aber alles der Reihe nach.

 

Boden ist nicht gleich Boden. Es gibt ihn in unterschiedlichsten Ausformungen aufgrund verschiedener Einflussfaktorenwie Geologie, Geländeform und Klima.

Die so entstandenen Böden bieten Lebensraum für unterschiedlichste Bodentiere, die jedes für sich eine wichtige Rolle im Bodenkreislauf einnehmen. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen:  Streuabbau, die Humusbildung und die Nachlieferung von Nährstoffen.
Dazu muss man wissen, dass Humus ein wichtiger Bodenbestandteil ist, der sich positiv auf die Wasser- und Nährstoffspeicherung auswirkt.

Nährstoffkreislauf © Bundesforschungszentrum für Wald

Nährstoffkreislauf © Bundesforschungszentrum für Wald

Und wo ist bitteschön die Horde?

 

© Bundesforschungszentrum für Wald

© Bundesforschungszentrum für Wald

Denkt man an die Bodenfauna, fallen einem hie und da einzelne Tiere ein, aber von einer Horde ist da noch keine Spur. Erst wenn man weiß, dass sie von größeren Tieren (1cm) bis hin zu Kleinsttieren (<100µm) reichen, kann man ihre große Anzahl erahnen.
1g Waldboden (etwa 1 TL) bietet 100 Millionen Bakterienzellen, 60 km Pilzfäden, 30.000 Einzeller und 1000 Fadenwürmer ein zu Hause. Die Horde ist also stets da, ob man sie sehen kann oder nicht!Die unterirdische Bodenfauna besteht aus Kleinsttieren (<100µm; Geißeltiere, Fadenwürmer,…), Kleintieren (100µm – 1 cm; Springschwänze, Borstenwürmer,…) und größeren Tieren ( >1cm; Asseln, Regenwürmer,…).

 

Regenwurm © Wikipedia/commons/ Luis Miguel Bugallo Sánchez

Regenwurm © Wikipedia/commons/ Luis Miguel Bugallo Sánchez

…. ein sichtbarer Teil: Die Regenwürmer

Ein uns bekannter Begleiter ist der Regenwurm. Es gibt rund 3000 Arten, die in ihrer Größe und Lebensbereich  verschieden sind, aber alle sind Pflanzenfresser, die nur selten an die Erdoberfläche treten. Sie bauen weit verzweigte Tunnelsysteme, in denen sie Pflanzenreste oder Erde fressen und sie als wertvollen Humus entlang dieser Tunnel wieder ausscheiden. Die wichtigsten Aufgaben des Regenwurms sind also die Zerkleinerung abgestorbenen Pflanzenmaterials, Ausscheidung von wertvollem Humus und Durchsetzung des Bodens mit Tunnel, wodurch das Erdreich durchlüftet und die Erdschichten vermischt wird.

 

 

 

… ein unsichtbarer Teil: die Pilze

Pilz: Erreger des Eschentriebsterbens, H. fraxineus © BOKU/Schwanda

Pilz: Erreger des Eschentriebsterbens, H. fraxineus © BOKU/Schwanda

Man möchte meinen, es sei der Speisepilz gemeint, aber halt! Die Speisepilze sind nur die Spitze des Eisbergs, denn sie werden nur von manchen Pilzen als Fruchtkörper, zum Zweck der Fortpflanzung, ausgebildet. Der eigentliche Pilz mit seinen langverzweigten Wurzeln liegt tief verborgen im Nährmedium. Solche Mycelpilze, aber auch Hefepilze sind enorm wichtig im Abbau verschiedener Substanzen, im Erschließen von tieferen Bodenschichten, in ihrer Funktion als Symbiosepartner mit Bäumen, wovon beide profitieren, und um die Wasserhaltefähigkeit des Bodens zu verbessern.

 

Mehr im Web:

Bodenbiologie:
www.waldwissen.net

Bodenlehrpfad:
www.wald-in-oesterreich.at/waldboden-sagen-sie-niemals-dreck-zu-ihm/

Mycel:
www.waldwissen.net

 

Drei Länder (Österreich, Deutschland und die Schweiz), vier Bodensystematiken (ÖBS, DBS, KA5 und WRB),zig farbige Abbildungen und praxisnahe Schlussfolgerungen in einem Buch. Das ist es, was den Waldboden-Bildatlas unverzichtbar macht.
Lösungen für Praktiker
Am 13. und 14.April 2015 fand das Internationale Bioökonomie-Symposium mit dem Titel „Sowing Innovation – Reaping Sustainability: Forests‘ Crucial Role in a Green Economy“ statt. Veranstaltet wurde es vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in Zusammenarbeit mit dem International Union of Forest Research Organizations (IUFRO).
 

Die Lärche

Aktuelles

Eine wertvolle Mischbaumart und Alternative Vor 60 Millionen Jahren in Nordamerika entstanden, wanderte sie über eine Überlandbrücke nach Asien und besiedelte danach auch Europa.
 

Die Fichte

Aktuelles

Die Fichte (Picea abies) gehört zur Familie der Kieferngewächse. Sie ist in weiten Teilen Österreichs autochthon, also heimisch.
Kennen Sie den Asiatischen Laubholzbock oder den höchst giftigen Riesen-Bärenklau? Hat das Drüsige Springkraut oder der allpräsente Götterbaum schon mal Ihren Weg gekreuzt?
Das BFW nimmt in ganz Österreich den Zustand von mehr als 90.000 Schutzbauwerken auf. Es dient der mittelfristigen Finanzplanung für die Erneuerung und Instandhaltung der Anlagen.
Wie groß ist unser Wald? Wie hoch ist er? Wieviel Wasser verdunstet in ihm?
In den letzten Jahren wurden in der EU wiederholt Verpackungshölzer mit Schädlingsbefall festgestellt. Die EU-Kommission setzte nach langwierigen Beratungen verschärfte Maßnahmen speziell für bestimmte Hochrisiko-Sendungen aus China. Die Mitgliedsländer sind seit dem 1. April 2013 verpflichtet, bestimmte Steinwaren aus China, für deren Transport Verpackungshölzer erforderlich sind, vor der Zollfreigabe zu untersuchen. Die Mindest-Kontrollfrequenz liegt je nach Warengruppe bei 90 Prozent bzw. 15 Prozent aller zu verzollenden Sendungen.
Der Forst-Holz-Sektor ist eine innovative und zukunftsträchtige Branche, die wesentlich zu den ehrgeizigen Zielsetzungen einer Bioökonomie beitragen kann. Leider ist das in der Öffentlichkeit vielfach noch nicht angekommen. Ein internationales Forschungsprojekt soll das nun ändern.
Die Lärche als typische Pionierbaumart benötigt viel Licht. Sie ist überaus empfindlich gegen Überschirmung und seitliche Einengung der Krone. Bei der Begründung von Beständen spielt die Konkurrenz durch andere Baumarten eine wesentliche Rolle. Günstige Holzeigenschaften, das für eine Pionierbaumart typisch schnelle Wachstum in der Jugend, relativ geringe Nährstoffansprüche, hohe Widerstandsfähigkeit gegen Sturm und Schnee sowie ein grundsätzlich breites ökologisches Spektrum zeichnen die Lärche aus und machen sie waldbaulich interessant.
Am 12. November 2015 findet die Abschlussveranstaltung "Destination Wald" in der Forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Ort in Gmunden statt.
Mit einem Wettbewerb hat der europäische Papierverband CEPI acht Projekte auf die Bühne gestellt, die alle das Potential haben, die Effizienz der Holznutzung und Papierherstellung zu revolutionieren.
 

Die Eiche

Aktuelles

Die Eiche hat verschiedene wichtige Funktionen und Bedeutungen.
Kohlenstoff ist ein Element, das vielfältige Verbindungen eingeht. In der Baumbiomasse und der organischen Substanz des österreichischen Waldbodens ist mehr CO2 gebunden, als in Österreich durch Verbrennungsprozesse in einem Zeitraum von 40 Jahren in die Luft freigegeben wird.
Ziel dieses Monitoringprogrammes ist es, durch die Analysen der Blatt- und Nadelgehalte lokale als auch grenzüberschreitende Immissionseinwirkungen sowie Nährstoffimbalance festzustellen.
Die Österreichische Waldinventur ist das größte Monitoringprojekt des BFW, ihre Ergebnisse bieten seit über 50 Jahren Entscheidungshilfen für Holzindustrie, Forstpraxis, Politik und Verwaltung.
Bei besonders dynamischen Marktentwicklungen tritt das eigentliche Handwerk der Liegenschaftsbewertung oft etwas in den Hintergrund - Grund genug, einen intensiven Blick darauf zu werfen.
Erfahren Sie in diesem kurzen Video interessantes zu Wald, Holz und dessen Nutzung in Österreich!
Regelmäßig finden in der Forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Ossiach Kurse und Seminare rund um Wald, Waldarbeit und Waldbewirtschaftung statt. Der 29. Oktober 2015 gehört dem Thema "Weißtanne - Baum des Jahres 2015".
 

Die Linde

Aktuelles

Die Linde dient zusätzlich auch als Werkstoff und zur Linderung von Menschenpein. Sie gilt im Volksmund auch als der Baum der Liebenden.
Die Nachfrage nach Biomasse aus dem Wald, dem wichtigsten erneuerbaren Energieträger in Österreich, ist hoch: Zurzeit wird die unvorstellbar große Menge von 20 Millionen Kubik­meter Holz für die thermische Verwertung genutzt.
Zur einfachen Bestimmung von Schadensursachen anhand von Symptomen und Schädlingsmerkmalen bietet das Institut für Waldschutz des BFW ein Informationssystem an.
Temperatur und Niederschlag wirken sich auf die Abflussreaktion alpiner Wildbacheinzugsgebiete aus. Im Rahmen von SERAC-CC wird festgestellt wie hoch ihr Einfluss auf den Systemzustand ist.
Das Österreichische Wildeinfluss­monitoring (WEM) wird nach bundeseinheit­lichen Richtlinien durchgeführt und wurde ent­wickelt, um den Einfluss des Wildes auf die Waldverjüngung (siehe Naturverjüngung) durch Verbiss und Verfegen (=Schaden durch Geweih) von Jungpflanzen und dessen Entwicklung in den Be­zirken laufend beobachten zu können.